Sonntag, 30. Oktober 2011 1:37
Frage von Corum: Wie kürze ich diese Beschreibung um wenigstens 50%, besser aber 75%?
Ich schreibe gerade an einem Mythenroman. Der ist beinahe fertig, allerdings hat der noch einige Macken.
Die Haupt-”Macke” ist (aus meiner Sicht, und auch aus Sicht der Testleser) die überlange Beschreibung der Hauptfigur. Dennoch wollte mir keiner meiner Testleser durch konkrete Kürzungsvorschläge helfen: “Du bist der Autor!”
Als ich mehrere Onlinelektorate einschaltete, bekam ich beim letzten Mal nur zu hören: “Ihr Text ‘lebt’ “, und ein Volllektorat sei bei einem Text von meiner Qualität “nicht zweckdienlich”, ich solle mir den Text von anderen doch bitteschön “nicht zerreden lassen”, etc.
Da ich ziemlich sicher bin, dass mein Text NICHT perfekt ist – und als Autor habe ich definitiv ein Gespür dafür, und als gestandener, ernsthafter Mythenschöpfer denke ich doch, dass ich mich auf meine kritische Nase verlassen kann -, und ich der Sache die angemesssene Bedeutung zubillige, wende ich mich jetzt an die schlauen Köpfe von Yahoo! Clever, die hoffentlich ein wenig kritischer sind. Es winken Zehn Punkte für die beste, eleganteste, und doch dem Urtext getreueste Kürzung!
Okay, here’s the drill: Weiter unten ist die Beschreibung meiner Hauptfigur. Diese ist viel zu lang.
Wenn Ihr nun brutal mit dem Rotstift über den armen und wehrlosen, aber leider viel zu umfangreichen Text herfallen würdet– wie würde der dann im Endeffekt aussehen?
Folgende Regeln gelten hier:
1) Nach der Kürzung möchte ich ein plastisches Bild der Hauptfigur haben. Wenn man diese gekürzte Beschreibung liest, sieht man ein “Inneres Bild” der Hauptfigur vor Augen. Die Werkzeuge dazu sind alle im Vorlagentext enthalten.
2) Der Schreibstil sollte erhalten bleiben.
3) Cut and Paste ist erlaubt, und sogar erwünscht: da ja nur der überflüssige Ballast entfernt werden soll, aber nicht notwendigerweise der Text umgeschrieben werden soll.
4) Der Text muß um wenigstens 50% gekürzt werden; besser wäre aber um 75% oder mehr. Im Idealfall möchte ich einen mitellangen Absatz der dennoch alle relevanten Infos über die Hauptfigur enthält: Sein Körperbau, sein Kostüm, seine Zeitlosigkeit. Es muss aber nicht nur EIN Absatz sein, wenn sich das technisch nicht regeln lässt. Zur Not gehen auch drei Absätze: einen über seinen allgemeinen Körperbau, einen über seine ungewöhnliche “Kostümierung”, und einen über seine Zeitlosigkeit.
Okay, hier ist der Text. Viel Erfolg!
Paragon war ein Titan, mehr als dreieinhalb Meter groß.
Er war breitschultrig und dunkeläugig. Paragon war ausgesprochen muskulös, doch nicht so sehr, dass es unattraktiv, oder gar grotesk gewirkt hätte. Er trug ein eng anliegendes Trikot, das ihn vom Hals über die Fingerspitzen und den gesamten Körper bis hin zu den Knöcheln einhüllte.
Dieses Trikot bestand aus einer spiegelglatten, tiefschwarzen Substanz… doch inmitten der schwarzen Tiefe dieser Substanz funkelten unzählige goldene Lichter wie Sterne.
Auf seinem breitem, machtvollem Brustkorb trug er sein erwähltes Wappen, sein Logo: ein purpur-blaues, goldgesäumtes Oktagon, in dessen Zentrum ein großes, goldenes Kreuz schwebte. Jenes Kreuz glühte in einem reinen, weißen Licht.
An den Seitenbalken dieses Kreuzes hingen zwei goldene Waagschalen.
In der rechten Schale schwebte ein purpurrotes Herz, welches ein golden-weißes Licht aussandte; doch in der linken lag ein scharfes, matt loderndes Schwert.
Das Herz symbolisierte die Liebe, Barmherzigkeit und Wohltätigkeit des Guten; das Schwert aber die glorreiche Macht und Überlegenheit des Guten allen anderen Gesinnungen gegenüber– und seine Gerechtigkeit.
Das Kreuz selbst stand für das Gute: es war der Ursprung, von dem alle anderen Werte ausgingen… und es war das Zentrum, auf das letztlich alle weltliche Tugenden ausgerichtet waren.
Über seinem Trikot – der Gesamtheit seiner Kleidung – trug er ein paar goldene Armbänder, die beinahe die gesamten Unterarme einnahmen.
Um die Taille trug er einen goldenen Gürtel.
Von diesem Gürtel hing ein goldener Lendenschurz, unter dem sich vage die Umrisse seines enormen, machtvollen Geschlechtes abzeichneten.
Von seinen Schultern fiel ein bodenlanger Umhang – ein Mantel – aus Goldtuch, dessen tiefe Falten sorgfältig drapiert waren.
Jener Mantel war am Hals durch einen goldenen Discokragen, und oberhalb des Brustkorbes durch zwei kleine Goldspangen befestigt.
Seine breiten, muskulösen Beine steckten in wadenhohen Stiefeln aus goldenem Leder, welche so glatt poliert waren, dass sie ihre Umgebung widerspiegelten, und die durch ein ziemlich komplexes System aus Riemen und Schnallen verschlossen waren. Für gewöhnlich hätte ein solcher Anblick augenblicklich die Begierden eines jeden Beobachters entflammt– doch Paragon strahlte etwas aus, das die Triebhaftigkeit der Sterblichen eher beruhigte, als sie zu erregen.
Die Gewänder, die Paragon trug, wären auf den ersten Blick das bemerkenswerteste gewesen– bis man sein Haupt erblickte.
Er war bartlos. Sein nackenlanges, seidig glänzendes Haupth
@Xiato
Danke für den Versuch. Aber das hier war ein “Double Post”; Ich weiß auch nicht, warum diese Frage zwei Mal auftauchte, oder warum das Duplikat nicht gelöscht wurde…
Beste Antwort:
Answer by Xiao Tuo
Vllt. so???
Paragon war ein Titan, mehr als dreieinhalb Meter groß.
Er war breitschultrig und dunkeläugig. Paragon war ausgesprochen muskulös, doch nicht so sehr, dass es unattraktiv, oder gar grotesk gewirkt hätte. Er trug ein eng anliegendes Trikot, den gesamten Körper bis hin zu den Knöcheln einhüllte.
Auf seinem breitem, Brustkorb trug er sein erwähltes Wappen: ein purpur-blaues, goldgesäumtes Oktagon, in dessen Zentrum ein großes, goldenes Kreuz schwebte. Es glühte in einem reinen, weißen Licht.
An den Seitenbalken dieses Kreuzes hingen zwei goldene Waagschalen.
In der rechten Schale schwebte ein purpurrotes Herz, welches ein golden-weißes Licht aussandte; doch in der linken lag ein scharfes, matt loderndes Schwert.
Über seinem Trikot trug er goldene Armbänder, die beinahe die gesamten Unterarme einnahmen.
Um die Taille trug er einen goldenen Gürtel.
Darunter hing ein goldener Lendenschurz, unter dem sich vage die Umrisse seines Geschlechtes abzeichneten.
Er trug einen goldenen Mantel, der am Hals durch einen goldenen Discokragen, und oberhalb des Brustkorbes durch zwei kleine Goldspangen befestigt war.
Seine muskulösen Beine steckten in wadenhohen Stiefeln aus goldenem Leder, welche so glatt poliert waren, dass sie ihre Umgebung widerspiegelten, und durch Riemen und Schnallen verschlossen waren.
Für gewöhnlich hätte ein solcher Anblick augenblicklich die Begierden eines jeden Beobachters entflammt– doch Paragon strahlte etwas aus, das die Triebhaftigkeit der Sterblichen eher beruhigte, als sie zu erregen.
Paragons Gesicht war eines von jenen die man nicht vergessen konnte.
Er war bartlos. Sein nackenlanges, seidig glänzendes Haupth
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